Im Mittelpunkt steht Ihr Kind

Pädagogisches Konzept

           

                                                                                                                                 Der Auftrag einer Kindertagesstätte ist im Niedersächsischen Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder im § 2 KiTaG festgelegt. Hier wird dem Kindergarten maßgeblich ein eigener Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag bestätigt.

 

Individuelle Förderung und Lernen im Miteinander

 

Wir wollen im Kindergarten- ohne jede Ausnahme- die Persönlichkeit aller Kinder in Zusammenwirkung mit den Eltern, Therapeuten, Ärzten, pädagogischen und psychologischen Beratungsstellen und der Schule kennen lernen, annehmen, begleiten, unterstützen und ergänzen. Es ist unser Anliegen, jedes Kind seinen Fähigkeiten und Erfahrungen entsprechend zu begleiten und dem Kind in seiner ganzheitlichen Entwicklung Handlungsspielraum zu gewähren. Durch sein eigenes Tun und die daraus resultierenden Folgen kann es seine Fähigkeiten und Beziehungen mit allen Sinnen begreifen.

 

Mit der individuellen Beobachtung der Kinder als wichtige Quelle der Erkenntnis ihrer Interessen und Handlungsabsichten, beginnen wir unsere Entwicklungsbegleitung mit dem kindorientierten Dialog. Daraus entwickeln sich die nächsten Impulse, die mit den Eltern und im interdisziplinären Team abgestimmt werden können. So ist die Basis in unserem Kindergarten das gemeinsame Erleben aller Kinder miteinander.

 

Unsere integrative Kindertagesstätte sehen wir Mitarbeiter als Lernort für ungewöhnliche und kreative Lösungen. In einem Miteinander, in dem Anderssein Normalität ist, kann jedes Kind erfahren, dass es wichtig ist und wertgeschätzt wird. Wir respektieren die individuellen Lerngeschwindigkeiten der Kinder und entwickeln hierbei unterschiedlich differenzierte Angebote von Lern- und Spielmöglichkeiten. Im gemeinsamen Spiel erfahren Kinder die Andersartigkeit als Lebensmöglichkeit und Bereicherung. Im Vordergrund stehen die potenziellen Möglichkeiten und Kompetenzen der Kinder - nicht deren Defizite. Die Kinder lernen in altersgemischten Gruppen im Kindergartenalltag voneinander und miteinander. Dieses Lernen im Sozialisationsprozess ist Förderung aller Kinder. Für die Kinder mit zusätzlichem Förderbedarf ergänzen sich die Angebote der Therapien mit dem Kindergartenalltag. An dieser Schnittstelle erhalten die heilpädagogischen Fachkräfte ihre Schwerpunkte.

 

Projektarbeit

 

Im Laufe des Jahres planen wir kleine und große Projekte, die sich aus der Lebenssituation und Umwelt der Kinder entwickeln.

Unsere gruppeninternen und gruppenübergreifenden Projekte bieten sich in der Planung und Gestaltung auch in den integrativen Gruppen an. Die Kinder integrieren sich entsprechend ihrer Stärken, Neigungen und Bedürfnisse.

 

Freispiel

 

Das freie Spiel ist für Kinder eine elementare Form der Weltaneignung. Durch unser teilgeöffnetes Konzept haben die Kinder im Tagesablauf ausreichend Möglichkeiten, um in ihren Stammgruppen oder zu gruppenübergreifenden Zeiten in den Funktionsräumen frei zu spielen.

 

Kinder spielen aus eigenem Antrieb, sie konstruieren und rekonstruieren im Spiel soziale Beziehungen, sie schaffen sich die passenden Bedingungen und verhalten sich so, als wäre das Spiel Wirklichkeit. Im Alter von 0-6 Jahren finden Kinder eine emotionale Verarbeitung ihrer Erlebnisse und die Schlüsselrolle beim Lernen im Spiel.

 

Im Spiel verläuft nichts willkürlich, denn beim genauen Betrachten erkennt man gestaltende Faktoren und einen in sich geordneten Ablauf. Mit ihrer Fantasie gestalten die Kinder die Welt nach ihren eigenen Vorstellungen.

 

Sie erproben aus eigenem Antrieb Stärken und Schwächen und setzen sich mit verschiedenen Rollen auseinander. Wesentlich für das Spiel ist die Handlung, nicht das Ergebnis.

 

Struktur gibt Sicherheit

 

Um sich im Kindergartenalltag zurecht zu finden, bieten wir viele Orientierungspunkte. Die Stammgruppenräume schaffen den Kindern eine vertraute Umgebung und Stabilität, in der sie bekannten Bezugspersonen begegnen.

 

Magnettafeln mit Fotos der Kinder helfen den pädagogischen Fachkräften und den anderen Kindern zu wissen, wo sich ein Kind gerade aufhält und geben außerdem eine begrenzte Kinderzahl für die Funktionsräume vor.

 

Auch erwachsenenfreie Zeiten und Zonen spielen eine große Rolle in der kindlichen Entwicklung, d.h. die Kinder halten sich zeitweise ohne durchgängige Aufsicht in den Funktionsräumen auf, finden jedoch überall erwachsene Ansprechpartner.